BVDS - Female Founders Monitor 2019 veröffentlicht

Frauen sind in der Startup Welt nach wie vor stark unterrepräsentiert – der Anteil der Gründerinnen liegt gegenwärtig bei etwa 15%.

Auch wenn sich längerfristig ein leichter Anstieg verzeichnen lässt, deuten die letzten beiden Jahre eher auf eine Stagnation hin. Daher stellen sich folgende Fragen: Warum kommen wir beim Thema Startup-Gründerinnen nicht entscheidend voran? Was genau sind die Schwierigkeiten? Welche spezifischen Potenziale existieren?

Diesen Fragen ist der Femal Founders Monitor 2019 nachgegangen, der im April in Berlin vom Bundesverband Deutsche Startups mit dem Partner Google fpr Startups vorgestellt wurde. Im Ergebnis markiert der Bericht drei Bereiche, in denen sich Herausforderungen und Möglichkeiten identifizieren lassen:

  • Gründerinnen und Gründer haben spezifische biografische Hintergründe und verfolgen unterschiedliche Interessen mit ihren Startups: Neben ökonomischen Motiven sind Frauen stärker durch gesellschaftliche und soziale Themen motiviert. Gleichzeitig sind Gründerinnen in technikintensiven Bereichen noch weniger stark vertreten, was eng mit dem geringen Anteil von Frauen mit MINT-Hintergrund zusammenhängt.
  • Gründerinnen sind wesentlich stärker familiär eingebunden. Sie begegnen dem mit einer flexiblen Arbeitsorganisation, artikulieren aber auch politische Forderung zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Denn die doppelte Verantwortung macht sich klar in der verfügbaren Arbeitszeit bemerkbar: Sie liegt bei Gründerinnen mit Kind zwischen Montag und Freitag gut 9 Stunden unter dem Wert für Väter, die ein Startup aufbauen.
  • Frauen gründen wesentlich häufiger allein und führen im Mittel kleinere Startups. Dabei sind sie stärker an einer stabilen Entwicklung orientiert. Zukünftige Marktchancen und Wachstumsambitionen spielen eine untergeordnete Rolle. Das äußert sich insgesamt in einer wesentlich geringeren Kapitalausstattung der Gründerinnen. Gleichzeitig scheint sich hier etwas zu bewegen: So ist der Anteil geplanter Kapitalaufnahmen bei frauengeführten Startups im Vergleich zum letzten Jahr von 30% auf 41% deutlich angestiegen.

Den kompletten Female Founders Monitor 2019 können Sie hier als PDF von den Seiten Bundesverbandes Deutsche Startups e.V. herunterladen.

Quelle: www.startothek.de